AUSGEBUCHT – Ausbildung zum Obstbaumwart

Weiterbildung in der Pflege von Streuobstwiesen und Obstgehölzen – Obstsorten und Bestimmung

Die NABU Naturschutzstation Leverkusen-Köln bietet gemeinsam mit dem Umweltbildungszentrum Heideportal Gut Leidenhausen eine Seminarreihe mit neun Terminen rund um das Thema „Obstgehölze“. Das Seminar findet unter anderem im „Obstmuseum“ (Streuobstwiese) der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln statt. Die Seminare können ohne Vorkenntnisse belegt werden. Parallel laden wir Interessierte herzlich dazu ein, die erworbenen Kenntnisse an zahlreichen freiwilligen Veranstaltungstagen zusammen mit dem Arbeitskreis Streuobstwiesen der Biologischen Station oder im Rahmen der Obstwiesenkommission der Stadt Köln anzuwenden und zu vertiefen. Zum Abschluss der Ausbildung ist eine Zertifizierung der erworbenen Fähigkeiten möglich.

Terminübersicht und Themen:
17.10.2020 Obstsorten und Bestimmung
12.12.2020 Jungbaumpflanzung, Pflanzschnitt, Verbissschutz und Sortenwahl
23.01.2021 Schnitt von Bäumen im Ertragsstadium
13.02.2021 Schnitt Altbäume
27.03.2021 Veredelungsseminar
22.05.2021 Ökologische Funktion von Streuobstwiesen & Grundlagen der Streuobstwiesenpädagogik
12.06.2021 Unternutzung Wiesenstruktur
14.08.2021 Sommerschnitt
28.11.2021 Schnitt der bisher gepflegten Bäume

Die Seminare gehen jeweils von ca. 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr.

Anmeldeschluss ist drei Wochen vor dem jeweiligen Veranstaltungstermin (vorbehaltlich Verfügbarkeit).
Anmeldegebühr pro Seminar: 30 € Anmeldegebühr für alle Seminare im Paket: 100 € Zertifizierungs- und Prüfungsgebühr (optional): 30 €
Zielgruppe: Jedermann
Treffpunkt: Jagdremise, UBZ Gut Leidenhausen
Anmeldung: max.appelshoffer@nabu-station-l-k.de

 

Dieses Projekt wird gefördert durch den Landschaftsverband Rheinland.

Abwechslungsreicher Obstwanderweg

Unser Obstweg als Ausflugstipp des WDR

Der Leverkusener Obstweg startet und endet am NaturGut Ophoven, führt durch einen kleinen Wald, entlang eines Baches, bietet einen Ausblick auf das entfernte Köln und verbindet selbstverständlich mehrere Streuobstwiesen. Das Obst der Bäume entlang des Weges darf sogar genascht werden. Das begeistert auch den WDR und macht den Obstweg zu seinem Ausflugstipp.

Zum WDR-Beitrag

 

*Neue Wildbienen-Nisthilfen für die Kölner Obstwiesen*

Gemeinschaftsprojekt vom NABU Stadtverband Köln & der NABU Naturschutzstation Leverkusen-Köln

Niststamm

*Der NABU Stadtverband Köln*und die *NABU Naturschutzstation Leverkusen-Köln* haben die ersten neuen *Wildbienenstämme* auf einer Kölner Obstwiese aufgestellt. Mit den von der *Stadt Köln* bereitgestellten Mitteln aus dem *Förderprogramm „Klima-Schritte“* sollen 5 Wildbienenstelen in ganz Köln verteilt und der Insektenschutz so in den Vordergrund gerückt werden.

Stefan Brenzinger von Aktiongruen und Volker Unterladstetter von der NABU Naturschutzstation Leverkusen-Köln mit dem ersten aufgestellten Wildbienenstamm

„Interessant sind Kölner Obstwiesen eigentlich hinsichtlich der Insektenvielfalt, aber nur ein Bruchteil der vorhandenen Obstbäume in Köln sind über 50 Jahre alt und haben damit keine interessante Struktur wie Baumhöhlen oder zahlreiche Käferfrasgänge, die so wichtig für die Wildbienen sind,“ erklärt Volker Unterladstetter von der Naturschutzstation.„Aus diesem Grund ist das Wildbienen-Projekt neben einem Umweltbildungsprojekt auch ein wichtiges Artenschutzprojekt,“ so Unterladstetter weiter. Durch die neuen Wildbienenstelen werden künstliche Nisthöhlen für Wildbienen und andere Insekten angeboten. Zwar nehmen nur einige Arten von den ca. 200 im Rheinland vorkommenden Wildbienenarten solche künstlichen Strukturen an, aber auch viele andere Arten verwandter Organismengruppen (Grabwespen, Goldwespen, Schlupfwespen usw.) besiedeln diese Stämme.

Bei dem Aufstellen der Insektennisthilfen mit Ehrenamtlichen und Kindern soll zukünftig auf den Wiesen Wissenswertes über Insektenschutz und auch über die Vielfalt von Streuobstwiesen vermittelt werden. Mit einer Direktvermarktung des Saftes von Kölner Streuobstwiesen wird z.B. ein großer Beitrag zum Klimaschutz geleistet und Kindern und Jugendlichen der hohe CO2 Verbrauch bei dem Import von exotischen Früchten klargemacht. Hoffen wir nun auf zahlreiche Besiedlungen, die nächsten Niststämme werden im Januar 2020 aufgestellt.

 

 

Fotos: Birgit Röttering